Heute früh habe ich meinen 3. Mitbewohner kennengelernt. Während ich Obst für mein Frühstücksmüsli schnitt, lief er zwischen meinen Beinen durch und verschwand dann irgendwo unterm Geschirrspüler. Ich habe natürlich erstmal ladylike rumgeschrien. Mein Flatmate Sean hat sich über meine Aufregung nur kaputtgelacht und fand es besonders witzig, dass ich vorrübergehend von unserem "Flatcode" Abstand nehmen will. Unser "Flatcode" ist: Zimmertür auf = man ist nicht zu Hause. Meine Zimmertür bleibt demnächst zu, wenn ich nicht da bin, weil ich keine Maus in meinem Zimmer haben will. Auch wenn sie nur klein ist und ich ihr spontan den Namen Jerry gegeben habe. Sean meinte nur: "I haven´t seen him the last 2 months. Must have been on holiday." Naja, zumindest lebt Jerry wohl schon länger unter dem Geschirrspüler und war bisher auch zu clever für Mausefallen. Ich muss die nächsten Tage mal gucken, ob ich mit einer Maus in einer Wohnung leben kann. Jetzt, wo ich ihr schon einen Namen gegeben habe, mag ich sie ja auch nicht hinterhältig töten. Außerdem wohnt die Maus ja auch schon länger hier als ich. Ich hoffe nur, Jerry plant keine Familie und datet niemanden.
Ich plane zurzeit auch keine Familie, aber ich date gerade jemanden. Eine tolle Frau. Mal gucken, was daraus wird.
Ansonsten bin ich hier extrem fleißig am studieren. Ich steh auch schon immer relativ früh auf, weil ich soviel zu tun habe. Meine ersten 3 Präsentationen habe ich bereits erfolgreich gemeistert. Jetzt muss ich innerhalb der nächsten 2 Wochen noch ein paar Hausarbeiten fertigschreiben, damit ich die Fristen einhalte und ruhigen Gewissens in Urlaub nach Australien fliegen kann. Da freu ich mich auch schon total drauf. Nochmal schön Sonne tanken, bevor hier der Winter losgeht. Die Uhr wurde letztes Wochenende schon auf Winterzeit umgestellt und der Sommer ist hier auch so gut wie vorbei.
Dienstag, 20. März 2007
Mittwoch, 7. März 2007
4 Neubrandenburger und Erich Honecker in Wellington

Heute habe ich mich mit Kathrin (ehem. Mitschülerin) ihrer Schwester und Anja (auch ehem. Mitschülerin) hier getroffen. Kathrin macht mit ihrer Schwester gerade Urlaub in NZ und Anja ist nach Wellington ausgewandert. Wir haben sogar festgestellt, dass wir alle im Reitbahnweg-Viertel in NB aufgewachsen sind. Am Abend sind wir hier in einer Kneipe gelandet, in der gerade Berlin-Motto-Woche ist. Es gab deutsches Bier, Tischtennis und Erich Honecker an der Wand. Die Welt ist ein Dorf.
So, morgen muss ich dann aber mal richtig reinhauen, weil schließlich bis Ende nächster Woche noch 3 Präsentationen von mir gehalten werden müssen.
Montag, 5. März 2007
Life on an earthquake fault line ...
... mir wurde hier bereits mehrfach erzählt, dass meine Strasse direkt an einer Erdbebenlinie liegt, aber davon gibt es ja viele. Als ich kürzlich dann mal etwas im Internet recherchiert habe, fand ich heraus, dass ich an DER ERDBEBENLINIE wohne, sozusagen die Hauptlinie von Neuseeland. Außerdem ist ein größeres Erdbeben hier schon längst überfällig. Tja, no risk no fun. Bisher habe ich noch kein Erdbeben gespürt, obwohl es seit ich hier bin wohl schon ein paar kleinere Erdbeben gab.
Letztes Wochenende ist nun endlich mein zweiter Mitbewohner Jason eingezogen. Zu meiner freudigen Überraschung ist er ein Maori. Bisher finde ich ihn total toll. Super-nett und super-hilfsbereit. Ich werde mal versuchen ein bißchen Maori von ihm zu lernen, obwohl die Sprache echt schwierig ist und zu 70% aus Vokalen besteht. Ich habe mit meinen Mitbewohnern und der Wohnung echt einen Glücksgriff gemacht.
Letztes Wochenende ist nun endlich mein zweiter Mitbewohner Jason eingezogen. Zu meiner freudigen Überraschung ist er ein Maori. Bisher finde ich ihn total toll. Super-nett und super-hilfsbereit. Ich werde mal versuchen ein bißchen Maori von ihm zu lernen, obwohl die Sprache echt schwierig ist und zu 70% aus Vokalen besteht. Ich habe mit meinen Mitbewohnern und der Wohnung echt einen Glücksgriff gemacht.
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