Sonntag, 17. Juni 2007

Taupo, Waiotapu, Rotorua, White Island, Waitomo

Vor 2 Wochen habe ich mich für ein verlängertes Wochenende mit Carla (Chile), Christian (deutch-rumänish) und Zugi (Indonesien) auf den Weg gen Norden gemacht. Da Neuseeland eine geologisch sehr aktive Insel ist, haben wir hauptsächlich die geothermalen Naturschauspiele bewundert.

In Taupo waren wir bei den Craters of the Moon, was im wesentlichen ein Feld mit blubbernden Löchern war, aus denen es überall dampfte.
(mein video auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=hQwjbyAPooQ )
Die Huka Falls in Taupo waren nicht so beeindruckend, da der Wasserfall ziemlich klein war. In Waiotapu haben wir einen Geysir gesehen und waren in einem großen Gebiet mit seltsamen Erscheinungen unterwegs wie z.B. ein blubbernder Mud Pool.
http://www.youtube.com/watch?v=7Dptmc6OGGY
Überall begleitete uns Schwefelgeruch und leider auch Regen, was aber in dieses fast schon unwirkliche Naturszenario gut reinpasste.


Abends waren wir dann in Rotorua im Polynesian Spa in den Hot Pools. Das Spa war direkt am See gelegen und auch dort war überall dieser Schwefeldampf, der aus irgendwelchen Erdlöchern hervorquoll. Während wir also in den ziemlich heißen Hot Pools rumhingen und die Aussicht auf den See genossen, hat es von oben in Strömen geregnet, was total erfrischend war.

Später am Abend bin ich dann noch mit Carla in ein (nachgemachtes) Maori Dorf gefahren und wir haben uns den Bauch mit Hangi vollgeschlagen. Hangi ist Maori Essen, das mehrere Stunden über Feuer im Erdloch gekocht wird und sehr lecker ist. Außerdem wurden noch einige Maori Tänze vorgeführt, was etwas touristisch aber ganz nett war.


Am Sonntag bin ich dann mit Carla auf eine kleine Insel mit einem noch aktiven Vulkan gefahren (White Island, letzter Ausbruch 2000). Weil der Vulkan ja theoretisch jeden Moment wieder ausbrechen könnte mussten wir auf der Insel mit Helm rumrennen und wegen der nicht so gesunden Gase bei Bedarf eine Gasmaske tragen. Wenn man in den brodelnden Krater runtergeguckt hat, war die Maske auch notwendig.
http://www.youtube.com/watch?v=-QSn0A7XgsI
An diesem Tag hatten wir super Sonnenschein, so dass auch die mehrstündige Bootsfahrt zur Insel ganz angenehm war.


Am Montag waren wir noch kurz im Burried Village in Rotorua, ein Maori-Dorf was vom Vulkanausbruch (ein anderer Vulkan, nicht der von der Insel) überrascht wurde und sozusagen begraben wurde. Pompeji ist in der Hinsicht allerdings nicht zu übertreffen. Dann sind wir weiter nach Waitomo gefahren. Dieser Ort ist bekannt für die sogenannten Glowwormcaves. Da durch die Höhlen ein Fluss fließt, sind die ganzen Glühwürmer an den Höhlendecken und knipsen ihr Licht an, um Fliegen zu fangen. Da wir erst im dunkeln ankamen (ab 5 pm ist es nun mal schon stockduster), sind Carla, Zugi und ich mit einem Handy bewaffnet bei den Höhlen umhergewandert. Die richtig großen Höhlen waren natürlich verschlossen, aber wir sind auf einem Wanderweg in eine kleinere Höhle gelangt und haben auf dem Weg und in der Höhle Glühwürmer gesehen. Die Nachtwanderung war sehr spannend, da der Pfad ziemlich schmal war und es teilweise am Rand steil bergab ging. Außerdem hat man hin und wieder einen Wasserfall gehört, aber nichts gesehen, weil das Licht vom Handy und der Mond dafür nicht ausgereicht haben. Auch die Ausmaße der Höhle konnten wir nur erahnen. Am nächsten Morgen sind wir dann gegen Geld in 2 „offizielle“ Höhlen mit Stalagniten und Stalagtiten und ganz vielen Glühwürmern gegangen. Insgesamt war es ein sehr schöner Kurztrip und die Stimmung in der Gruppe war immer gut, so dass im Auto eigentlich die ganze Zeit gesungen wurde.

Fotos: http://www.flickr.com/photos/52466173@N00/